Über mich

Hatha Yoga Zürich

Meine spirituelle Reise begann vor 35 Jahren, 1984. Ich begann mit Dynamic Yoga und einer speziellen Form von Kampfkunst, die beide spirituelle und meditative Ziele hatten und welche ich nicht als Wettbewerb ausübte. Die Jahre, die folgten und bis heute waren gefüllt mit Ausübung, Studium und Unterrichten von diversen Yogaformen, verschiedenen Arten der sitzenden Meditation und Meditation in aktiver Bewegung sowie ausführlichen Studien und Einführungen in buddhistische, indische und christliche spirituelle Traditionen.

Ich traf diverse angesehene und bekannte Lehrer sowie einige andere, sehr authentische, aber weniger bekannte, nahm an Retreats, Konferenzen, Workshops und Kursen teil und – was am allerwichtigsten ist – ging meiner täglichen Ausübung nach, welche für mich die alles entscheidende innere Suche und Herausforderung in all den Jahren war. Diese tägliche Ausübung war für mich der innere Leitfaden, der mir Stabilität und Zuversicht gab in verschiedensten Lebenssituationen, Beschäftigungen und Ländern, in welchen ich für kurze oder längere Zeitabschnitte lebte.

Sechs Jahre, nachdem ich mit meinem Studium und meiner Ausübung begonnen hatte, fing ich an Gruppenstunden und Privatlektionen zu unterrichten. Und in der einen oder anderen Form habe ich dies in den letzten drei Jahrzehnten weiterverfolgt.

Jeder, der vor dreissig Jahren in Europa mit Yoga und Meditation begann weiss, dass jemand, der enthüllte, dass er Yoga praktizierte, meditierte oder ähnliches ausübte, automatisch als «merkwürdig», «seltsam», «instabil», «fragwürdig» und nicht selten als «sektenaffin» angesehen wurde. Viele begegneten Yogapraktizierenden und Meditierenden mit Misstrauen – Freunde und Familie eingeschlossen. Yoga wurde damals noch nicht von den breiten Massen ausgeübt und hatte wenig mit Geld und Ruhm zu tun. Auch sprach damals noch kaum jemand über gesundes oder macrobiotisches Essen und selbst Vegetarismus war unüblich und selten.

Lehrer zu treffen, war schwierig und Unterlagen auf Englisch oder in anderen europäischen Sprachen waren entweder rar, überholt oder von dubioser Qualität. Und natürlich gab es weder Internet, Youtube noch die heutige Fülle an Büchern, Videos, Filmen und Unterrichtsstilen.

Yoga Unterricht in ZürichDafür war unser Enthusiasmus, die Ehrlichkeit, die Überzeugung und die Energie in jener Zeit umso grösser. Die Möglichkeiten, welche wir heute haben, mit ein paar Klicks Zugang zu Videos, Fotos und Texten von grossen Lehrern zu erhalten, ist wunderbar und für alle Yogaschüler eine grosse Unterstützung und Chance. Zu Beginn meiner Ausübung waren diese Lehrer geheimnisvolle Wesen, die unsere Inspiration und Vorstellungskraft unendlich anregten.

Ich glaube, dass jeder spirituelle Weg, ob Yoga, Meditation, Tai Chi, Karate oder ähnliches, lebenslange Studien sind, oder sogar über viele Leben andauern. Vielleicht haben wir damit sogar in einem früheren Leben begonnen?

Zurück zu meinen Erfahrungen in diesem Leben. Ich möchte als erstes unterstreichen, dass ich immer noch lerne – vom Leben, von Lehrern, von Schülern, von meiner Familie, von Freunden und Feinden und vom Universum selbst. Ich lebe nicht in einem andauernden super-ruhigen, immer ausgeglichenen, zen-artigen Zustand. Ich rege mich auf, ärgere mich, bin enttäuscht über mich und andere, manchmal deprimiert und zu anderen Zeiten glücklich, fröhlich, hoffnungsvoll, voll Vertrauen, friedlich und liebevoll.

Dennoch gibt es da diese schwer zu beschreibende «Qualität», welche all diesen Erfahrungen und vorübergehenden Momenten einen anderen Sinn und eine andere Perspektive verleihen. Diese «Qualität» ist auch das Ergebnis von Einsichten und Studium, aber vor allem von der Willenskraft und Disziplin, deine Ausübung (Sadhana) zu verfolgen – Tag für Tag, Jahr für Jahr und das während Jahrzehnten. Es ist wie eine würdige Belohnung für die Opfer und den Schweiss über all die Jahre. Manch einer würde das Ganze vielleicht als Zeitverschwendung bezeichnen, für mich ist es die beste Art, Zeit zu verbringen.

Durch das Studium verschiedenster Disziplinen konnte ich mir diverse Fähigkeiten aneignen, wie therapeutische Massage, Chiropraktik, Shiatsu und andere Heilmethoden, welche bei Wirbelsäulenproblemen und bei energetischen und anderen Ungleichgewichten helfen. Es ist für mich ein Segen, dass ich dank dieser Fähigkeiten vielen Menschen helfen konnte.

Mein Wunsch ist es, etwas von meinem Wissen und meinen Fähigkeiten all jenen anzubieten, die ihre Gesundheit und Lebensqualität verbessern und einen persönlichen Wandlungsprozess erfahren wollen.

Ich tue dies momentan in Yogakursen für Gruppen oder in Einzelstunden sowie durch die Manualtherapie IST (Integral Spine Treatment), welche ich über die Jahre selbst entwickelt habe.

Ich werde auf dieser Website ebenfalls Artikel zu Yoga, der buddhistischen, hinduistischen und christlichen Philosophie und Ausübung publizieren sowie zu spirituellen Themen im Allgemeinen. Diese Artikel werden eine Zusammenfassung meiner eigenen Erfahrungen und Meinungen – manchmal positive und manchmal auch kritische – sein und keine offiziellen Stellungnahmen einer existierenden «Schule», Tradition oder Religion. Diese Artikel widerspiegeln die jetzige Situation und den immerwährenden Transfer des tiefen spirituellen Erbes aus dem Osten, in den Westen.


Ich freue mich über jede Art von Feedback, positiv oder kritisch.

Namaste,

Joseph Puharich